Posts Tagged ‘ Gedicht ’

SINNESERINNERUNG

Sonntag, Oktober 11th, 2009

SINNESERINNERUNG

Gedanken werden wach

an einen warmen vertrauten Körper

nächstens neben mir.
Gedanken formen sich,

nicht mehr alleine zu sein,

den Fluss des Lebens zu teilen.
Ideen sind bedeutungslos,

wenn sie allein geboren,

und verloren im Nichts schwirren.
Gedanken schweifen zu einem Strand,

händchenhaltend, lachend zu zweit,

zu lieben und sich kosend.
Die Sinne erinnern sich noch

an den Sonnenuntergang,

an dem man sich gemeinsam entzückt.
Augen erstrahlen noch daran,

in das lachende Herz des anderen zu sehen,

und die eigene Spiegelung zu erblicken.
Wäre ich noch jung genug,

würde ich es leben und nicht nur  an

die Erinnerungen der Sinne denken.

©Elisabeth Götz

SONNENAUFGANG

Samstag, Oktober 10th, 2009

SONNENAUFGANG

Ich sah dich heute früh
in deiner ganzen Pracht,
du warst so traumhaft schön,
in Ehrfurcht stand ich da,
die Häuser noch verschlafen
kein Licht drang zu mir,
der dunkelgraue, ja fast
schwarze Himmel
ließ mich erschauern,
und dann inmitten, du,
du zeigtest mir deine
gesamte Farbenpalette,
ein helles zartes Gelb,
das sich in ein ganz
dunkles Orange verwandelte,
so stand ich da,
ich beobachtete dich
eine Stunde lang,
wie sich alles rund
um dich veränderte
und der Tag anbrach…

© by Elisabeth Götz

ZAUBER

Freitag, Oktober 9th, 2009

ZAUBER

Mein Baum vor meinem Fenster

fängt an viele Knospen zu tragen,

er hat eines mit mir gemein,

etwas wächst und wächst,

wird täglich größer und reifer!

Der Zauber der Natur und

der Zauber der Liebe

lässt die Herzen höher schlagen!

Die Früchte davon zu kosten,

wird wunderbar sein!

© by Elisabeth Götz

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WO WARST DU?

Donnerstag, Oktober 8th, 2009

WO WARST DU?

Die Vögel

ziehen im Herbst

gegen Süden,

im Frühjahr kommen

sie uns beehren,

in welchen Orten

sind sie dazwischen?

Wir wissen es nicht,

wo sie sind,

wen sie besuchen.

Du hast mich

im Winter verlassen,

wo bist Du gewesen,

wen hast Du mit

Deiner Anwesenheit

beglückt?

Ich weiß es nicht!

© by Elisabeth Götz

WIE KINDER

Mittwoch, Oktober 7th, 2009

WIE KINDER

Frei wie Kinder fühlen wir uns,

sehen alles völlig im rosa Licht,

einfach und unbeschwert ist das Leben.

Was interessiert uns der morgige Tag,

was kümmert uns, was andere denken.

Wie Kinder sehen wir den Himmel blau,

das grau vertreiben wir, indem wir es einfach negieren.

Wir haben das Glück der Kinder in uns wieder gefunden.

Wunderbar ist dieses Gefühl, wieder Kinder sein zu können.

© by Elisabeth Götz

VOYEUR

Dienstag, Oktober 6th, 2009

VOYEUR

War ich doch unlängst auf einem Schauplatz der Idylle,

die Sonne schien, direkt wie eigens bestellt für diesen Tag,

das Gleißen des Lichts spiegelte sich im Wasser,

das Schilf umrankte die Böschung,

die Seerosen schwammen im See,

weiße, gelbe und in Magenta waren ihre Farben.

Boote fuhren vorbei,

ein verliebtes Pärchen in einem Tretboot,

in einem Segelboot sah ich einen dicken Mann,

seine  Frau lief auf dem Steg geschäftig hin und her,

er saß gemütlich und betätigte das Segel.

Alles war friedlich,

die Bienen und Wespen summten,

die Grillen zirpten,

ich war der Voyeur,

der sich dieses Schauspiel gab.

© by Elisabeth Götz

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VIELLEICHT

Montag, Oktober 5th, 2009

VIELLEICHT

vielleicht kommt der Tag

wo wir einander begegnen,

dem anderen in die Augen blicken

und zu Hause angekommen sind

vielleicht werden wir dann

überall zu Hause sein,

schon in dem Augenblick

wo der Blick im anderen versinkt

vielleicht haben wir ein Lied

was unser Song wird,

der die Herzen schmelzen lässt,

deines, meines, unseres

vielleicht kommt dieser Tag

© by Elisabeth Götz

VERLIEBTE

Sonntag, Oktober 4th, 2009

VERLIEBTE

Nichts ist vor ihnen sicher,

keine Blume,

kein Blatt,

kein Sonnenuntergang,

sie sind einfach

die größte Belästigung

auf Erden.

Ihr Strahlen und Lächeln

ist geradezu eine Herausforderung

für die anderen permanent den

Kopf zu schütteln

und anzunehmen,

zwischen Verliebten

und Verrückten

besteht im Grunde kein Unterschied.

© by Elisabeth Götz

VERLASSEN

Samstag, Oktober 3rd, 2009

VERLASSEN

Meine Brust droht mir zu zersprengen,

wieso hört es nicht endlich auf…

der Schmerz kommt wieder

und immer wieder….

Es gibt Stunden, da denke ich nicht mal an dich,

doch dann, bricht es wie ein Vulkan über mich,

dein Gesicht erscheint vor mir,

deine Augen sehen mich an,

deine Stimme ertönt in meinen Ohren,

und dann wird mir eines wieder bewusst,

nicht mich liebst du, sondern Sie!

In diesem Augenblick schnürt es mir

die Luft ab, kein Ton schreit aus mir,

obwohl es in mir brennt, dieses Feuer,

dieses Gefühl ist mir fremd!

Fortstoßen will ich es,

doch es bleibt bei mir,

als wäre es ein Freund!

© by Elisabeth Götz

SPRECHENDE BLÄTTER

Freitag, Oktober 2nd, 2009

SPRECHENDE BLÄTTER

Sanft wiegen sich die Blätter

im Baum vor meinem Haus,

ganz zart und weich,

und sie flüstern leise zu mir,

wieso schläfst du nicht?

Welche Gedanken halten dich wach?

Schau doch, wie schön die Welt ist,

der Sonnenaufgang naht,

die Farben so prachtvoll,

nur für dich,

bereit dir Freude zu bereiten.

Lächle doch,

das Leben ist viel zu wundervoll,

als nur immerzu zu grübeln,

sieh doch hin und erfreue dich daran.

Hör die Musik,

die wir für dich spielen,

ganz romantisch,

leicht wie der Wind,

wir hüllen dich ein,

wir dringen in dein Herz,

und öffnen es wieder!

© by Elisabeth Götz

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