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WolframAlpha: Die denkende Suchmaschine

Veröffentlicht am 29.04.2009 | Autor: Richard Olbrecht. Gefunden bei Dr.Web.de

Von denkenden Maschinen und Robotern träumt die Menschheit schon lange, doch nun will niemand geringeres als Stephen Wolfram den großen Durchbruch geschafft haben. Und damit noch nicht genug, Wolfram möchte mit seiner berechnenden Wissensmaschine dem Web-Riesen Google den Kampf ansagen.

Das Software-Genie

Zwar haben bereits viele versucht, einen Konkurrenten für Google zu produzieren, allerdings traut man es Stephen Wolfram wirklich zu. Er galt schon früh als Wunderkind und besuchte verschiedene Elite-Schulen und Universitäten. Unter anderem machte er mit gerade einmal 20 Jahren seinen Doktor in theoretischer Physik am California Institute of Technology. Hinzu kommt, dass er der Erfinder der mathematischen Programme Mathematica und A New Kind of Science ist, was ihm eine ideale Grundlage für sein neuestes Projekt bietet.

Das Projekt

Bei "Wolframalpha" handelt es sich um eine auf den ersten Blick hin sehr einfache Webseite, doch diese soll es in sich haben. Mit ihr soll es möglich sein, eine beliebige Frage zu stellen und eine derart detaillierte Antwort zu erhalten, dass Normalos gar nicht in der Lage sein sollen, diese vollständig zu verstehen. Stephen Wolfram behauptet also, einen denkenden Computer geschaffen zu haben, der in der Lage ist, die menschliche Sprache zu verstehen und zu verarbeiten.

Das Software-Genie Wolfram selbst nennt sein neues Projekt „Ein neues Paradigma für den Gebrauch von Computern und den des Web“. Er erklärt außerdem, dass Menschen bereits vor über 50 Jahren erwartet haben, dass es möglich sein werde, einem Computer eine Frage zu stellen und eine korrekte Antwort zu erhalten. Der Physiker beschreibt seine Erfindung als „computational knowledge engine“, eine „berechnende Wissensmaschine“.

Der Tester

Bisher hat so gut wie niemand Wolframalpha testen dürfen. Einer der wenigen Auserwählten ist der Web-Unternehmer Nova Spivack und dieser ist von dem Projekt mehr als begeistert: „Alpha wirft nicht einfach Dokumente aus, die die Antwort enthalten (könnten), wie Google es tut und es ist auch nicht einfach nur eine gigantische Wissensdatenbank wie Wikipedia. Es versteht nicht nur natürliche Sprache und benutzt diese Fähigkeit, Dokumente zu finden, wie etwa Powerset. Stattdessen berechnet Wolfram Alpha wirklich die korrekte Antwort auf eine Frage“.